AG Soziales lernen

Alt trifft Jung

 

Mit unserem vorbereiteten Interviewbogen zogen wir, die Schüler*innen der 6a mit ihrer Klassenlehrerin Frau Reiss-Hannott, los und freuten uns auf einen spannenden Vormittag im Aureliusheim. Viele von uns hatten gar keine Vorstellung von einem Seniorenheim und wurden teilweise von einem etwas unheimlichen Gefühl heimgesucht. „Wie leben die älteren Menschen dort?“ „Wie sehen die Zimmer aus?“ „Wie verbringen die Senioren ihre Zeit?“ „Sind sie krank oder beschäftigen sie sich mit dem Tod?“; all dies und noch viele weitere Fragen spukten uns durch den Kopf. Dort angekommen, wurden wir sehr freundlich empfangen und in eine kleine Runde uns nett begrüßender Menschen eingeführt. Etwas skeptisch begutachteten wir die älteren Herrschaften, doch recht schnell war das Eis gebrochen. Wir wurden herzlich bedient, bekamen Tee und Plätzchen angeboten. Im Gegenzug verteilten wir unsere selbst gebackenen Muffins und kamen miteinander ins Gespräch. Unsere Fragen wurden sehr ausführlich beantwortet und die Antworten der Senioren ließen uns nicht selten staunen. So viel Lebensfreude und Lebensqualität hätten wir erst einmal nicht erwartet. Es wurde viel gelacht, gesprochen und aus der Vergangenheit erzählt. Wir spielten Spiele, gestalteten Angebote und entwickelten Zukunftsideen bezüglich gemeinsamer Freizeitgestaltung. Zwei Schüler setzen sich spontan ans Klavier und spielten etwas vor. Kurz vor dem Mittagessen zeigte uns die Einrichtungsleitung das gesamte Wohnhaus. Die gemütliche Atmosphäre dort und die schön gestalteten Räumlichkeiten ließen uns schnell den vermuteten „Krankenhauscharakter“ der Einrichtung vergessen! Stolz zeigten uns einige Seniorinnen ihr Zimmer, liebevoll und individuell eingerichtet. Und wieder hörten wir uns staunend Geschichten aus der Vergangenheit an, welche die älteren Menschen mit ihren Habseligkeiten in Verbindung brachten. Kurz darauf gab es Mittagessen. Wir konnten zwischen verschiedenen Angeboten und Menüs auswählen – es schmeckte uns ausgezeichnet! Nach dem Essen durften wir uns den großen Park ansehen und konnten uns im Schatten der riesigen Bäume ein wenig ausruhen. Es war toll und gefiel uns sehr. Zum Abschuss bedankten wir uns, versprachen natürlich wieder zu kommen, weiterhin unsere Zeit mit den älteren Menschen zu teilen und Erfahrungen auszutauschen. Wir hinterließen eine „Wunschbox“, anhand derer die Senioren uns ihre Vorstellungen einer gemeinsamen Freizeitgestaltung mitteilen können und freuen uns auf noch viele weitere Begegnungen.